Sie können sich den Textinhalt mit der Zugriffstaste Ihres Browsers und der Ziffer 1 vorlesen lassen. Bei Verwendung des Internet Explorers drücken Sie anschließend bitte die Enter-Taste.? Näheres zu Zugriffstasten finden Sie unter ?Informationen zum Vorlesesystem?.

Hilfsnavigation

Kontakt | Impressum | Datenschutz | Erklärung zur Barrierefreiheit | Hinweis-Formular | Bürgerservice | Wirtschaft & Tourismus | Bildung & Kultur | Grußwort

Volltextsuche

Informationen zum Vorlesesystem

05.10.2021
Kurzer Filmbeitrag hebt Bedeutung der Harzer Bergwiesen hervor


Auf der Videoplattform „Youtube“ ist seit einigen Wochen ein knapp dreieinhalbminütiger Film zu finden, der die Bedeutung der Harzer Bergwiesen in den Mittelpunkt rückt (Europa für Niedersachsen: Harzer Bergwiesen | Harz - YouTube).

Karl Könecke, Leiter des 2020 gegründeten Landschaftspflegeverbandes Goslar e.V., erläutert in dem kurzen Beitrag, dass die Harzer Bergwiesen aufgrund der hohen Artenvielfalt eine besondere Rolle für den Natur- und Landschaftsschutz spielen und überdies Bestandteil des europäischen Natura2000-Netzwerkes sind.

Könecke wirbt für den Erhalt und die Pflege dieser wertvollen Flächen und betont, dass die Akquise von Fördermitteln in diesem Zusammenhang unabdingbar sei: „Eine Bewirtschaftung der als ertragsarm geltenden Bergwiesen rechnet sich für die Landwirte nicht. Von daher ist politische Förderung in Form der Fördermittelbereitstellung und –akquise unbedingt notwendig.“

Susanne Heinrich von der unteren Naturschutzbehörde (uNB) des Landkreises Goslar misst den Bergwiesen ebenfalls eine hohe Bedeutung bei und das nicht nur für den Naturschutz, sondern auch für den Tourismus. „Als Landkreis tragen wir eine sehr große Verantwortung für den Erhalt der Bergwiesen, denn als Teil des Harzer Dreiklangs (Ortschaften, Bergwiesen und Wälder) bilden sie ein einzigartig ästhetisches Landschaftsbild, das auch einen besonderen Reiz auf die Besucherinnen und Besucher unseres Landkreises und der gesamten Region ausübt“, so Heinrich.

Initiator des Filmprojektes ist das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium, das in seinem „Vorreiter Magazin“ über Projekte berichtet, die in Niedersachsen mit dem Einsatz von EU-Fördermitteln realisiert wurden. Auf den Bergwiesen rund um den Luftkurort St. Andreasberg wurde – wie auch an weiteren Standorten (Hohegeiß, Wolfshagen im Harz) - in den Jahren 2014 und 2015 das so genannte Offenland-Projekt umgesetzt, das mit Geldern aus der EU-Förderrichtlinie „Spezieller Arten- und Biotopschutz“ (SAB) finanziert wurde.

Neben den erforderlichen Fördermitteln zur Instandsetzung von Flächen im Zuge des Offenland-Projektes, ist der Erhalt der Bergwiesen nur über eine pflegliche Nutzung (angepasst extensive Bewirtschaftung durch Mahd und Beweidung) möglich. Bliebe die Mahd respektive Beweidung aus, drohten die Bergwiesen schnell mit Gehölzen überwuchert zu werden und zu verschwinden. Und auch für diese Aufgabe, die von Oberharzer Landwirten übernommen wird, stehen Fördermittel zur Verfügung.

Hintergrundinformationen:

75 Prozent der Bergwiesen in Niedersachsen befinden sich im Landkreis Goslar. Die Gesamtfläche der Bergwiesen im Kreisgebiet umfasst rund 874 Hektar. Über den gesamten Harz (länderübergreifend) summieren sich die Bergwiesen-Flächen auf 2.500 Hektar.

Aufgaben Landschaftspflegeverband:

Der Landschaftspflegeverband (LPV) Goslar wurde Mitte 2020 neu gegründet und befindet sich derzeit in der Antragsphase auf Fördermittel vom Land, um als ökologische Station zur Betreuung von Natura2000-Gebieten zu fungieren. Hierbei wird sich der LPV dann schwerpunktmäßig unter anderem um die Bergwiesen-Gebiete im Landkreis Goslar kümmern. Das heißt, dass diese Gebiete durch den LPV betreut werden; es werden Maßnahmen zur Entwicklung und Förderung geplant und umgesetzt. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises (uNB) und orientiert sich an den Managementplänen der einzelnen Gebiete. Darüber hinaus setzt der LPV eigene Projekte um, berät Flächeneigentümer und –bewirtschafter, arbeitet mit der uNB bei verschiedenen Themen wie beispielsweise der Neophytenbekämpfung zusammen und unterstützt die Kommunen, die Mitglied im LPV sind, zum Beispiel hinsichtlich notwendiger Ausgleichsmaßnahmen.