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Naturpark Harz
1. Projekt zur Umsetzung des Naturparkplans "Harz/Niedersachsen":
Optimierung des Wanderwegenetzes im Naturpark Harz (Niedersachsen)

Label EFRE

 

In enger Zusammenarbeit der Landkreise Goslar und Göttingen mit dem Harzklub e.V. wird in den kommenden drei Jahren bis Ende 2019 das Projekt "Optimierung und Attraktivitätssteigerung des Wanderwegenetzes im Naturpark Harz (Niedersachsen)" umgesetzt. Gefördert wird dieses umfangreiche Wegeprojekt mit einem Volumen von 160.000 € zu 50% durch die NBank aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Den Eigenanteil von je 40.000 € tragen die beiden Harzlandkreise in Niedersachsen ebenfalls zu 50%.

Die Projektträgerschaft hat der Landkreis Goslar – Fachbereich Bauen und Umwelt im Rahmen der Umsetzung des Naturparkplanes Harz (Niedersachsen) übernommen. Begleitet wird der Landkreis Goslar dabei vom Landkreis Göttingen. Der Harzklub tritt als Auftragnehmer auf.

In 130 Jahren seiner Tätigkeit hat der Harzklub e.V. die Grundlagen dafür geschaffen, dass der Harz zu einer attraktiven Wanderregion wurde. Der Heimat-, Wander- und Naturschutzbund unterhält mit seinen 13.000 Mitgliedern derzeit ein Wanderwegenetz von insgesamt 10.000 Kilometern. 4.000 Kilometer liegen im Naturpark Harz (Niedersachsen).

Neben dem alpha-numerischen Wegesystem des Harzklubs, welches seit 1890 existiert, gibt es zahlreiche Rundwanderwege, die oft von Wanderparkplätzen ausgehen. Hinzu kommen historische und aktuelle Themenwege, die der Harzklub gemeinsam mit Partnern angelegt hat. Hierzu zählen insbesondere auch Fernwanderwege, wie der Harzer-Hexen-Stieg, der Harzer Försterstieg oder der Harzer Grenzweg.

In den letzten Jahren entstanden zunehmend Leuchtturmprojekte von Touristikern und Gemeinden mit eigenen thematischen Wegen (z.B. der Liebesbankweg oder der Steinway-Trail). Die Pflege wird oft den Harzklub-Zweigvereinen übertragen.

Damit gibt es derzeit eine Vielzahl von übereinander und nebeneinander angelegten Wanderwegen, deren Strukturierung für die Gäste wenig überschaubar ist. Gleichzeitig ist der Unterhaltungsaufwand ausgesprochen hoch und ehrenamtlich kaum noch zu leisten.

Unter dem Motto: „Weniger ist mehr“ ist es das Ziel, die Wanderwege des Harzes zu optimieren und in hoher Qualität so auszuweisen, dass eine gute Wander-Infrastruktur gewährleistet wird, aber auch die Unterhaltung der Wege langfristig gesichert werden kann.

Hierzu zählen folgende Maßnahmen:

1. Entflechtung der Vielzahl der Wanderwege, Erhöhung der Übersichtlichkeit
2. Anpassung des Wegenetzes nach Qualitätskriterien an die Bedürfnisse der Wanderer
3. Entlastung der ehrenamtlichen Wegewarte durch Reduzierung der Wanderwege
4. Sinnvolle und exakte Ausschilderung der Wanderwege
5. Aktuelle, übersichtliche Darstellung in den Wanderkarten des Harzes

Zum Projekt zählt auch die Ausweisung der Stempelstellen der Harzer Wandernadel auf den Schildern des Harzklubs oder durch separate Wegemarken. Derzeit werden etwa 5.000 große und ebenso viele kleine Aufkleber mit den jeweiligen Stempelstellen an die Harzklub-Zweigvereine verteilt, die in den kommenden Wochen in ehrenamtlicher Arbeit diese Symbole mit kleinen Richtungspfeilen in ihren Betreuungsgebieten anbringen werden.

Ein erster Arbeitsschritt für die Optimierung ist die exakte Inventur aller Wegeabschnitte des alpha-numerischen Wegesystems nach einer Vielzahl von Qualitätskriterien, Frequentierung, der Erfassung aller Erholungseinrichtungen, des Unterhaltungsaufwandes usw. anhand eines einheitlichen Arbeitsblattes. Anschießend werden diese Informationen in eine Datenbank übertragen.

Erst danach wird in einem planungsbegleitenden Arbeitskreis entschieden, welche Wanderwege langfristig erhalten bleiben, welche Alternativrouten künftig ausgewiesen werden oder welche Wegeabschnitte gestrichen werden können. Im Zusammenwirken mit den Landesvermessungsämtern wird eine digitale Grundkarte erstellt, die dann an alle Kartenverlage des Harzes weitergegeben werden soll.

Dies alles sind ausgesprochen arbeitsintensive Aufgaben für die beiden Mitarbeiter der Geschäftsstelle des Harzklubs, die dabei von Ehrenamtlichen des Harzklubs unterstützt werden. Dort laufen alle Daten und Informationen zusammen. Deshalb wurde symbolisch am Sitz der Harzklub-Geschäftstelle, am Alten Bahnhof in Clausthal-Zellerfeld, das erste Hinweisschild zum Projekt angebracht, das auf die finanzielle Unterstützung der NBank und durch die EU hinweist.

Das Projekt „Optimierung der Wanderwege“ ist jedoch nur dann sinnvoll, wenn es flächendeckend im Harz umgesetzt werden kann. Deshalb wurde durch die Regionale Planungsgemeinschaft Harz beim Wirtschaftsministerium des Landes Sachsen-Anhalt ebenfalls ein entsprechender Förderantrag für die Landkreise Harz und Mansfeld Südharz gestellt, der im Juni 2017 bewilligt wurde.

Viele weitere Kooperationspartner des Harzes beispielsweise der Harzer Tourismusverband, der Regionalverband Harz, die Harzer Wandernadel, der Nationalpark Harz oder die Karstvereine und das Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz, aber auch die Thüringer Harzklub-Zweigvereine sind in das Projekt einbezogen.

Es ist unser gemeinsames Ziel, die Wanderregion Harz nachhaltig zu stärken und attraktiv zu entwickeln.
Das Projekt soll helfen, Gäste zu gewinnen und tausende Menschen für unseren Harz zu begeistern. Die touristische Infrastruktur und der Gästeservice entscheiden darüber, ob die Wanderer wiederkommen und den Harz weiterempfehlen. Das Projekt wird sich sehr positiv auf das regionale Wachstum, auf die Beschäftigung im Hotel- und Gaststättengewerbe, aber auch auf alle kulturellen Einrichtungen auswirken.
Ansprechpartner beim Landkreis Goslar ist
Herr Dipl.-Ing. Rainer Schlicht
Fachbereich Bauen und Umwelt, Naturraumentwicklung
Tel. 05321 76-611
rainer.schlicht@landkreis-goslar.de